Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontolle (BAFA)

Die Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows vom 28.12.2015 (geändert am 25.03.2019, ergänzt am 30.03.2020) sieht mehrere Möglichkeiten der Beratung für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) und für Angehörige der freien Berufe vor.

Durch einen Zuschuss zu den Kosten einer Beratungsmaßnahme soll es KMU erleichtert werden, externen Rat in Anspruch zu nehmen. Ziel der Maßnahme ist es, die Erfolgsaussichten, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Beschäftigungs– und die Anpassungsfähigkeit von KMU zu erhöhen oder wieder herzustellen und Arbeitsplätze zu sichern.

Klein- und mittelständische Unternehmen sind solche, die im letzten Geschäftsjahr vor Antragstellung weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigten und einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Mio. € oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Mio. € erzielten.

Vor Beratungsbeginn ist entsprechender Antrag auf Förderung zu stellen, nach Überprüfung der formalen Fördervoraussetzungen erhält der Antragsteller eine unverbindliche Inaussichtstellung der Förderung nach deren Erhalt mit der Beratung begonnen werden kann.

Nach Abschluss der Beratung erstellen wir einen Beratungsbericht, der mit den dazu gehörenden Unterlagen über ein Online-Portal beim BAFA hochgeladen wird (dies erledigen wir gemeinsam mit unserem Kunden). Das BAFA überprüft die Unterlagen, erstellt einen entsprechenden Bewilligungsbescheid und überweist den Förderbetrag an das beratene Unternehmen.

Die Rahmenrichtlinie vom 28.12.2015 gilt längstens für Beratungen, deren vollständige Verwendungsnachweise bis zum 31. Dezember 2020 eingereicht wurden. Verwendungsnachweise, die nach diesem Zeitpunkt vorgelegt werden, können nicht berücksichtigt werden.

Wenn Sie Ihr Fördermittelkontingent noch in diesem Förderzeitraum in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie sich schnell mit uns in Verbindung setzen, so dass wir eine Beratung ohne Zeitdruck durchführen und vor dem Jahresende abschließen können.

Beratungsarten im Überblick:

Jung- und Bestandsunternehmen können zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung eine Unterstützung durch eine Unternehmensberatung erhalten.

a) Jungunternehmen (die Beratung erfolgt innerhalb der ersten zwei Jahre nach Gründung)

    • Bei Jungunternehmen beträgt der Zuschuss 50% der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal 2.000,- €.
    • Vor Antragstellung müssen Jungunternehmen ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner, in der Regel der IHK, über die Zuwendungsvoraussetzungen führen.

b) Bestandsunternehmen (Beratung erfolgt ab dem 3. Jahr nach Gründung)

    • Bei Bestandsunternehmen beträgt der Zuschuss 50% der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal 1.500,- €
    • Die maximale Beratungsdauer beträgt 5 Tage

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den allgemeinen Beratungen folgende Beratungen gefördert werden:

Beratung von Unternehmen

    • die von Unternehmerinnen geführt werden,
    • die von Migrantinnen oder Migranten geführt werden,
    • die Unternehmerinnen oder Unternehmern mit anerkannter Behinderung geführt werden,
    • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund,
    • zur Gestaltung der Arbeit für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Behinderung,
    • zur Fachkräftegewinnung und –sicherung,
    • zur Gleichstellung und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
    • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit,
    • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz

Der Zuschuss beträgt 50% der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal 1.500,- €.  Bei Bestandsunternehmen beträgt die maximale Beratungsdauer 5 Tage.

Klein- und mittelständische Unternehmen, die sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinden (Unternehmen in Schwierigkeiten), sollen mit Beratungsmaßnahmen unterstützt werden, um ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen und Entlassungen vorzubeugen.

Ein Unternehmen ist dann in Schwierigkeiten, wenn

    • bei Gesellschaften (AG, KGaA, GmbH) mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge aufgelaufener Verluste verloren gegangen ist
    • bei Gesellschaften, bei denen zumindest einige Gesellschafter unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaft haften (OHG, KG) oder bei Einzelunternehmen und Freiberuflern mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel in Folge aufgelaufener Verluste verloren gegangen sind.

Der Zuschuss beträgt 90% der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal 2.700,- €.

Vor Antragstellung müssen Unternehmen in Schwierigkeiten ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner, in der Regel der IHK, über die Zuwendungsvoraussetzungen führen.

Zur Beantwortung weiterer Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.